Syala
Nachdem wir 2 Monate mit Tiyoweh, Tschaggabum und Ganja zusammengelebt hatten, rief Silvia, die deutsche Freundin an, ob ich mit ihr zu Rapha fahren koenne, sie wolle dort ein neues Pferd kaufen und braeuchte mich, um zu sehen wie die Stute laeuft.

Wir kamen zu Rapha un fanden eine ziemlich abgemagerte, braune Stute vor, die zwar veraengstigt war, aber doch einen gewissen selbstbewussten Eindruck machte.
Ich ritt sie in einem kleinem Plastikpicadero und ich fuehlte, das einzige was die Stute wollte war, rennen, rennen, weit weit weg von all dem Uebel, was ihr angetan wurde.
Sie stieg und buckelte aber ich blieb oben. Sie schwitzte sehr stark und Silvia sagte Rapha, dass sie vermutlich hitztig sei.

Sie entschied sich die Stute vorerst nicht zu nehmen und wir gingen.
Eienen Monat spaeter traf Rapha mich in Campohermoso und fragte, ob ich mit Silvia nochmal kommen koenne.

Die Stute stehe jetzt besser im Futter und sei auch gut geritten worden.
Silvia holte mich ab und wir fuhren zum Stall.
Dort angekommen stand die Stute gesattelt vorm Plastik und ich stirg gleich auf.
Aber diesmal wollte ich nicht in den kleinen Picadero mit ihr und fragte Rapha, ob ich mit ihr draussen, reiten koenne.
Als er zustimmte, sagte ich der Stute sie koennen jetzt machen was sie wolle und wir sprinteten in die entgegengesetzte Richtung davon. Sie war so schnell, dass ich vermutetete das sie wohl mal ein Rennpferd gewesen sein musste und wir galloppierten 20 Minuten in Feldern und Muell umher, bevor wir wieder zum Stall liefen.
Dort angekommen strahlte ich wie eine Schneekoenigin weil ich das Gefuehl katte, der Stute genau das gegeben zu haben, was sie grbraucht hatte.
Silvia guckte mich an und sagte: na, die ist doch eigentlich was fuer dich!
Und ich begann zu ueberlegen, wie es wohl waere noch ein Pferd zu haben und da ich ja sowieso noch ein Pferd brauchen wuerde um den Wagen zu ziehen, ging ich nach Hause und fragte Duyke.
Er sagte zu, wir hatten aber nur die Haelfte des Geldes.
Also gingen wir die naechste Woche soviel wie moeglich auf die Strassen und alle Maerkte und verkauften Schmuck und Trommeln, bis wir den Rest zusammen hatten.
Und dann stand Syala ploetzlich im Stall neben Tiyoweh, Ganja und Tschaggabum.
Tiyoweh musste natuerlich erst mal zeigen wo der Hase laeuft und jagte Syala die erste Woche jede Nacht aus dem Stall. 3 Tage nachdem Syala dazu gekommen war, liessen wir Syala frei und sie blieb trotz einer unertraeglichen Tiyoweh in ihrere Naehe.
Am ersten Tag iherer Feiheit rannte sie ungefaehr eine Stunde ueber die Huegel und Taeler um die Anderen herm, tanzte , gallopierte, sprang und stieg und gewann etwas an Lebensfreude wieder, die ihr solange versagt wurde.
Seit diesem Tag ist Syala beinahe immer frei und beinah nur deshalb weil eben doch manchmal ein Haferfeld zu nah ist oder sie es nicht lssen kann in fremden Gaerten die Salate weg zu futtern.
Tiyoweh und Syala sind schon lange unzertrennlich und Syala ist eines der gelehrsamsten und gehorsamsten Pferde, die trotz allem frueheren gebrochen worden Seins ihre Characterstaerke und Willenskraft behalten hat.
Sie weiss genau, wann ich sie brauche und ich kann mich 200prozentig auf sie verlassen und geht auch schonmal nachts durchs Flussbett ins naechste Tal um sture, fressgierige Feunde abzuholen.
Syala weiss einfach und wenn man sie kennt dann fuehlt man schnell das unter ihrer ruppigen Kratzprozedur an jedem, der an ihr voruebergeht, ein zaertliches Wesen, voller Lebnshunger steckt.
Es wurde auch schon gemunkelt, das Syala ein Schamanenpferd sei und ich glaube ja, das sie heimlich die Herde fuehrt und dass sie Tiyoweh nur in ihrer Weisheit die Dominanzspiele austragen laesst.
Text von Noras



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