Lo siento, este artículo no está disponible en español

Jetzt sitz ich hier in Teruel, was gar nicht existiert vorm Computer und les hier so rum im Internet, und Briefe von Leuten, die immer wieder vom Austeigen reden. Da muss ich doch wohl mal was zu diesem Thema schreiben und was wir darueber denken.
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Aussteigen, wo soll mensch denn hier aussteigen koennen? Ich frag mich das schon immer, aus dieser Welt kann doch nun wirklich keiner mehr irgendwohin aussteigen wos nicht so ist wies eben ueberall ist.  

Und wir verstehen uns auch nicht als Menschen , die aussteigen, vielmehr als welche die einsteigen ins wirkliche Leben, oder besser, die versuchen ihre eigenen Wege zu gehen, ohne sich durch die Auswirkungen der Sozialation davon abringen lassen, Menschen die nicht aufgehoert haben an ihre Traume zu glauben.

Diese ganze Aussteigermode hat nicht unbedingt viel mit dem Leben zu tun, das wir leben und ich hab mich auch nie vor die Wahl stellen muessen, ob ich all den anerzogenen Mist hinter mir lassen will und ein neues Leben anfange.
Das hat sich alles so ergeben weil ich eben einfach hinten und vorne nicht zurecht kam in der Welt in der wir jeden Tag acht Stunden irgendwas tun MUESSEN, und da gab es alles moegliche was mir gestunken hat.

Ich hatte auch die Moeglichkeit zum absoluten Politfreak zu werden und nur noch mit Antialles im Kopf durchzuhalten, aber dabei haette ich wohl den ganzen Welthass, der sich da zusammenbraute, irgendwann gegen mich selbst gerichtet und so hab ich mich entschieden, einfach zu tun was ich wirklich tun wollte.

Und dann wurde alles so wies eben jetzt ist und, was eben das Deutsche Fernsehen wohl im Moment propagiert mit Austeigen (da wir die ganze Zeit in Spanien sind, weiss ich das alles nur vom  Hoerensagen..) zeigt nicht wirklich was es bedeutet, seinen Weg zu gehen und macht schon wieder was ganz Besonderes daraus und redet ueber Die, dies geschafft haben und Die, die “wieder zurueck kommen”.

Ich weiss nicht, aber ich empfinde wieder mal eine Art Abscheu gegen die Medien ( auch wenn ich sie gerade benutze), wenn sie aus etwas, was eigentlich etwas ganz Normales sein sollte, naemlich immer die Moeglichkeit wahrzunehmen, seinen Weg zu gehen, und dabei ist es ganz egal wohin der fuehrt, etwas so Modisches und damit eben Billiges machen.

Ach ihr Menschen, lebt doch einfach so wie IHR wollt, hoert auf euer erstes Bauchgefuehl und ihr werdet sehen, die Zweifel verfliegen nach und nach und ihr hoert euch immer besser und ploetzlich lebt ihr euren Traum und werdet ueberhaupt nicht mehr daran denken, Euch von irgendwem sagen zu lassen, was ihr zu tun und zu lassen habt.

Das ist das Einzige was ich euch sagen kann, das ich seitdem ich tue was ich wirklich will, keinen Zweifel mehr habe auch wenn das Leben oft nicht so einfach ist und eben wir genauso nicht darum herumkommen, Geld ranzuschaffen und dem Zusammenleben alle Aufmerksamkeit zu schenken, um das Miteinander nicht in ein Gegeneinander ausarten zu lassen.

Wir sind ganz normale Menschen, von uns gibts ne Menge, die tun worauf sie Lust haben.   Wir wollen niemandem vorschreiben, was der beste Weg ist, genausowenig wie wir uns vorschreiben lassen wollen, wie wir zu leben haben.

Das Einzige was ich Euch hiermit sagen ist, das alles moeglich ist, wenn ihr nur wirklich wollt.   DSCF2033_29_1 Alles Weg von der Angst—Rein in die Liebe

Folgt euren Traeumen und lasst euch nicht abbringen

Und die Reise geht weiter…

2 Responses to “Lo siento, este artículo no está disponible en español”

  1. paul Says:

    Aussteigen aus was? Es geht doch stets um die Lebensumstände. Wenn du in Umständen lebst die dir nicht passen, wird das wohl daher rühren, daß immer Menschen mit unterschiedlichen Gefühlen, anderem Erleben von Situationen und unterschiedlichen Ansichten und Bedürfnissen zusammen leben. Und dir passen die Auswirkungen der Mitmenschen auf dich nicht.
    Der Mensch ist nun mal ein Herdentier, und dort kommt es immer zu Konflikten. Und das ist toll, wir sind noch keine biologischen Roboter.

    Was macht man nun, wenn einem die Lebensumstände nicht passen? Will man grundsätzlich in dem Umfeld leben in dem man lebt, muß man versuchen, dort etwas zu seinen Gunsten zu ändern. Das hat wiederum Auswirkungen auf andere. Es sind also Zugeständnisse und Kompromisse und auch Konflikte die Folge. So funktionieren unsere Gruppen nun einmal.

    Es kommt darauf an, was jeder bereit ist, an Konflikten auszuhalten und auszufechten, und welche Kompromisse er schließen kann und will. Wer dazu nicht willens oder in der Lage ist, muß versuchen, sich eine neue Situation in einer anderen Gruppe zu schaffen, die ihm einigermaßen gefällt, und verlässt den alten Sozialverband. Ist das Aussteigen?

    Das, was im Allgemeinverständnis als Aussteiger-Szene bezeichnet wird, ist selbstverständlich auch eine Gesellschaft, in der gruppendynamische Prozessse ablaufen, und die meisten sind dieselben wie in allen anderen Gruppen auch. Es kommt darauf an, ob die neu gewählte Gruppe nach Grundsätzen lebt, die man selbst auch vertreten kann, daß es möglich sein muß, seine Ziele verfolgen zu können, und das man nicht wieder nach anderen Grundsätzen leben muß, die man nicht akzeptieren kann.

    Ein Hippi, der studiert und Architekt wird und sich in der Szene wohlfühlt, ist auch ein Aussteiger. Er realisiert seine Vorstellungen von seinem Leben. Er geht dabei genauso Kompromisse ein wie der Architekt, der zum Landfahrer- oder Zirkus-Leben wechselt.

    Jeder muß sich allerdings an einige Regeln halten. Regeln sind von sozialen Gebilden geschaffen worden, und es gibt viele Regeln, die fast jedem als sinnvoll erscheinen, um das Leben gefahrloser und angenehmer zu gestalten. Also das Verbot z. B., Trinkwasser zu vergiften. Nun gibt es aber Leute, die lassen sich nix vorschreiben wie sie zu leben haben, und wollen Trinkwasser verkaufen und Leichen gegen Entgelt bestatten. Zu welchen Handlungen neigen sie?

    Dann gibt es Regeln, die einem weniger einleuchten. Wie kommt z. B. eine Gesellschaft dazu, ein Stück Erde oder einen Apfel am Baum als Eigentum zur alleinigen Verfügung eines Menschen gesetzlich zu schützen, obwohl kein Mensch weder die Erde noch den Apfelbaum noch den Apfel geschaffen hat und das auch nicht kann?

    Also, “aussteigen, um das zu tun, was man wirklich will” zu akzeptieren hängt davon ab, was ihr wollt. Das ist nicht so recht klar bei euch. Ich denke, ihr versucht weitgehend autonom zu leben und seid anarchistisch mit - und das ist den meisten Anarchisten zu eigen - einem ethischen Anspruch. Das ist aber nur aus euren Schilderungen abzuleiten.

    Kann jeder aus- oder besser umsteigen? Ich denke, ihr seid klug genug (viele haben ja eine gute Bildung, die die Gesellschaft euch ermöglicht hat, weil sie Geld als Anteil am Sozialprodukt und nicht als sexy Machtmittel eingesetzt hat) um zu wissen, daß es nicht jeder, der es möchte oder sogar will, kann. Ich denke, dazu könnten die Leser eurer Seiten einiges sagen. Ich wäre auf die Schilderungen von Situationen jedenfalls gespannt.

  2. irgendlink Says:

    Man sollte sich in Strassbourg Animal Collective anhören, man sollte es in Paris tun oder sich vorstellen , es irgendwann live zu hören.
    Herr Irgendlink ist vollen Herzens mit den Djimbalos, auch wenn er abgehalftert, irgendwo in Nordeuropa ein jämmerliches Dasein führt (und von den Tagen träumt, als er das Ebro-Deltta radelnd erkundete, oh ja, er war ein Held, skandiert man).